2009-11-22

Art & Music

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via 5029.jpg (Obrazek JPEG, 960x1280 pikseli) - Skala (46%),
reposted from ihdl - the soup

2009-11-21

Ohrwurm - King Crimson

Einer noch...

King Crimson - Epitaph (In The Court Of Crimson King, 1969)

Kleine Erweiterung des musikalischen Horizonts

Der Progressive Rock der 70ger / frühen 80ger Jahre hat wirklich großartige Musik hervorgebracht. Schade dass ich da noch Quark im Schaufenster war, ich hätte diese Musiker damals gern live gesehen. Es muss überwältigend gewesen sein...

King Crimson - Fallen Angel (Album "Red", 1974)


Glenn Branca - Lesson No. 1 For Electric Guitar (1983)


Lieben Dank an meinen Bruder für den schönen Abend und die musikalische Weiterbildung!

2009-11-20

Auch Wertkritiker haben Witz.

Auch Wertkritiker haben Witz.

Zitat des Tages:
“Der Drang zu einer “irgendwie” praktischen Entäußerung und damit zu einem Aktivismus, der die Theorie nicht als solche rezipieren und weiter treiben, sondern sie direkt praktisch “umsetzen” will, sie überhaupt a priori in einem “Anwendungshorizont” wahrnimmt, scheint so mächtig zu sein wie der Harndrang.”

Robert Kurz, “Grau ist des Lebens goldener Baum und grün die Theorie” in Exit! No. 2007


via successless.

2009-11-16

Flucht vor'm Web 2.0

"Also ich nenn das Flucht vor Problemen." - Das ist mal ne Einstellung! :D

2009-11-15

Conny-Demo - Nachtrag

Ich habe inzwischen 4 Videos gefunden, die die Aktionen der Polizei zeigen. Richtig übel sind die Übergriffe auf die Journalisten. Von der Festnahme und der Knüppel-Aktion an der Unfallstelle (letztes Video) sieht man leider nicht sehr viel.
Ich habe unter den Videos nochmal die Info-Texte der Videos gepostet, die sind recht informativ.


Am Rand der Conny Demo am 14.11.2009 in Göttingen wird ein Teilnehmer von Polizisten bedrängt. Einer der Polizisten gibt als Grund an "Sie haben mich beleidigt". Auf meine Nachfrage was denn der Anlass war, hat mir der belästigte Herr geantwortet der Polizist habe gesagt er hätte Jura studiert, woraufhin Umstehende und auch er (der Belästigte, nicht der Polizist) gelacht haben. Das hat dann der Polizist als Beleidigung aufgefasst, für die sich eine Identitätsfeststellung mit Rumschubsen lohnt.


Bei einer Demonstration in Göttingen am 14.11.09 tritt und schubst die Polizei einen Journalisten. Mehrere wurden an ihrer Arbeit behindert und angegriffen.


Nach Abschluss der Conny-Demo am 14.11.2009 hat die Polizei am JuZi eine Kette über die Bürgerstrasse gebildet und versucht, nachdem sich der Autonome Teil der Demo ins JuZi begeben hat, abziehenden Teilnehmer daran zu hintern den Ort in Richtung Osten zu verlassen. Einer der so Belästigten gibt sich nicht damit zufrieden und erfährt auf hartnäckiges Nachfragen er könne ja Waffen oder Steine dabei haben. Da mittlerweile mehrere Zeugen das Geschehen beobachten und filmen wird er nach einer oberflächlichen Durchsuchung gehen gelassen.
Deteail am Rande: Bei dem belästigten handelt es sich um einen in Göttingen bekannten Pazifisten. "Haben sie eine Waffe?", "Na selbstverständlich nicht. Ich hab noch nie ne Waffe gehabt. Sie haben mehrere Waffen"


Festnahme eines Demonstranten, 50 Meter vom Denkmal für Conny Wessmann entfernt.

Conny-Demo: Göttingen am 14.11.09

Gestern am Samstag, 14.11.09, war in Göttingen eine recht große Antifa-Demo. Anlass war der 20. Todestag von Conny Wessmann, die am 17.11.1989 von der Polizei in den fließenden Verkehr gedrängt worden war, wo sie von einem Auto erfasst wurde und sofort starb. Ein Freund und ich waren aus Neugier mit dabei.

Als wir mit dem Zug in Göttingen ankamen, war der ganze Bahnhof schon von Polizei in Schutzkleidung bewacht. Der Haupteingang war draußen komplett von der Polizei umstellt, man fand sich in einem großen Kessel wieder. Normal aussehende Personen wurden durchgelassen, aber wir sahen mit unseren Lederjacken wohl zu extrem aus. Wir würden rauskommen, wenn wir uns am Ende des Kessels durchsuchen lassen würden. Ein Punker meinte zu einem Polizisten, das sei ja wie im Gefängnis hier, und bekam als Antwort: "Das ist kein Gefängnis, oder sehen Sie irgendwo Gitter?" Wir hatten keinen Bock auf Kontrollen und gingen in den Bahnhof zurück. Wir kamen dann durch den weniger stark bewachten Hintereingang raus, und konnten so unbehelligt in die Innenstadt gehen.

Am Gänseliesel sammelte sich die Demo, und das Machtspiel, das uns noch bis zum Schluss begleiten sollte, begann. Die Polizei forderte über Lautsprecher, man solle die Demo noch anmelden und einen Versammlungsleiter nennen, doch diese immer wieder wiederholten Forderungen gingen in den Sprechchören und Lauti-Kundgebungen seitens der Demo unter. Die Demonstration war absichtlich nicht angemeldet, um den Protest an jeglicher Einschränkung des Versammlungsrechts auszudrücken. "Protest kann man nicht anmelden, und auch nicht genehmigen!"

Der erste Versuch, mit der Demo loszugehen, scheiterte an den schnell reagierenden Ketten von gepanzerten Polizisten. Der zweite in die andere Richtung ebenfalls. Nach einigem Warten ließ die Polizei den Demonstrationszug dann doch ziehen, und sagte immer wieder per Lautsprecher durch, dass sie die Demo trotz nicht erfolgter Anmeldung begleiten werden, wir uns aber keine Straftaten erlauben dürften und sie uns den Weg vorgeben.

Auf dem Weg durch die Innenstadt kam es zu ein paar eher Harmlosen rangeleien, vor allem an engen Stellen, wo Polizei und Demonstranten zusammenrücken mussten und hier und da ein Fahrrad im Weg stand. Sonst blieb alles friedlich. Auf der Straße kurz vor der damaligen Unglücksstelle legten die Demonstranten eine Schweigeminute ein. Eine sehr beeindruckende Stille, beim Anblick der vielen Menschen (1400-2000). Nur die Krähen zogen über uns hinweg...
Leider blieb es nicht so friedlich. Denn genau an dieser Stelle brachen mehrere Einsatztrupps der Polizei mit Knüppeln in die Demo, um einzelne Personen herauszuholen, die gegen das Vermummungsgesetz verstoßen hatten, wie es hieß. Ich war leider direkt an der Stelle, wurde hin und her gestoßen, bekam aber glücklicherweise nichts von den Knüppeln ab. Die Trupps waren ohne Vorwarnung von beiden Seiten hereingebrochen, einmal direkt bei uns und später nochmal weiter vorne. Die Ketten bildeten sich aber schnell neu. Hinter uns stand ein kleiner Junge, vielleicht 16 oder jünger, der seinen Arm nicht mehr spürte, weil er einen Knüppel abbekommen hatte. Und während die Polizei überpräsent war, waren keine Sanitäter vor Ort. Ich habe in keinster Weise Verständnis für diese völlig fehlplatzierte Aktion der Polizei. Keine Vermummung der Welt würde diese Gewalt rechtfertigen.

Das Machtspiel ging noch so weit, dass zwei Wasserwerfer und ein Räumungspanzer angefahren kamen, und den Rückweg in die Innenstadt versperrten (die grünen Fahrzeuge auf meinen schlechten Bildern). Die Polizei leitete die Demo zurück zum Bahnhof, wo die Polizei mit scharf gemachten Hunden die Groner Landstraße absperrten. Wir hatten uns vorher schon ausgeklinkt, mussten uns vor der Polizei rechtfertigen, wieso wir die Demo verlassen wollten. Der Demonstrationszug kam wohl noch bis zum JuzI, wurde auf dem Parkplatz eingekesselt und dann aufgelöst.

Die Demonstration und die Reaktion der Polizei zu diesem Anlass hat mich ganz schön erschüttert. Deeskalation ist etwas, was gestern auf jeden Fall nicht stattgefunden hat. Der Machtkampf und das Imponiergehabe von Seiten der Polizei und diese Kriminalisierung von Protest und Versammlung zeigt mir einmal mehr, wie vorangeschritten die Repression hier schon ist. Was soll ich in einem Staat, in dem die Polizei bestimmt, wohin ich gehen darf, wo wir uns versammeln dürfen und was wir tragen dürfen? Was soll ich in einem Staat, in dem Protest verboten ist, wenn ihn niemand beantragt? Und was soll ich in einem Staat, in dem körperliche Gewalt bis hin zum Mord damit gerechtfertigt wird, dass Gesetze wie das Vermummungsverbot durchgesetzt werden? Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit? Und wo die Freiheit, die sich unser Staat auf die Fahne schreibt?

2009-11-13

Elektrischer Reporter - Digitale Entmündigung: Was Dir gehört, gehört Dir nicht

Mal wieder ein Beitrag vom Elektrischen Reporter, der es wert ist, verbreitet zu werden.


2009-11-12

Außerirdische laut Vatikan bibelkonform

Wenn wir dann bald Kontakt aufnehmen, hätten die ja sonst ein gewaltiges Problem... :D

Das klingt jetzt alles ziemlich irre, ist aber alles super ernstgemeint: Dass sich die Kirche mit Aliens beschäftigt, ist nix neues. Diese Woche hat der Vatikan zu einer Astrobiologie-Konferenz geladen, auf der Wissenschaftler und Theologen zusammenkamen, um die Frage zu diskutieren, ob Außerirdische denn in Einklang mit der Bibel zu bringen sind. Sie sind, sagen manche. Und zwar weil, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die kreative Freiheit Gottes nicht von Menschen beschränkt werden könne. Also kann er auch Aliens machen. Na klar.

Dass die Entdeckung von außerirdischem Leben religiöse Menschen und vor allem Christen arg in die Bredouille bringen würde, ist anderen superklar. Denn nicht nur heisst es in der Bibel, Gott habe den Menschen nach seinem Abbild geschaffen, womit Aliens eine Freizeitbeschäftigung und Spielereien des angeblichen Schöpfers wären und wenn die sich auf einmal als geistig ebenbürtig oder gar überlegen zeigen würden, dann wäre es auf einmal Essig mit Religion und verwandtes Gedöns. Snip vom Guardian inklusive Papst und Alien:

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Father Jose Funes, a Jesuit astronomer at the Vatican Observatory and one of the organisers of the conference, said: “As a multiplicity of creatures exists on Earth, so there could be other beings, also intelligent, created by God.

“This does not conflict with our faith, because we cannot put limits on the creative freedom of God.”
Not everyone agrees. Paul Davies, a theoretical physicist and author of The Goldilocks Enigma, told The Washington Post that the threat to Christianity is “being downplayed” by Church leaders. He said: “I think the discovery of a second genesis would be of enormous spiritual significance.

“The real threat would come from the discovery of extraterrestrial intelligence, because if there are beings elsewhere in the universe, then Christians, they’re in this horrible bind.

“They believe that God became incarnate in the form of Jesus Christ in order to save humankind, not dolphins or chimpanzees or little green men on other planets.”

via Nerdcore.